Schützengräben
Ein Schützengraben ist eine Form der Feldbefestigung,
meist in Form eines simplen Grabens, der dem Schützen
durch eine vorderseitige und rückwärtige Deckung
zur sicheren Schussabgabe im Stehen oder Knien und zum Schutz
vor Granaten und deren Splittern dient. Viele der verlustreichsten
Schlachten des Ersten Weltkriegs waren vom Grabenkrieg geprägt.
Um beim Eindringen feindlicher Einheiten oder einem Granattreffer
in den Graben mehr Schutz zu gewähren, wurden Schützengräben
oft in Zickzack-Form (Splittergraben) gegraben.
Zum Auflegen der Arme beim Schießen wurde die innere
Brustwehrböschung abgetreppt. Auf jeden Schützen
wurde eine Schrittlänge des Schützengrabens berechnet.
Ziel dieser Gräben ist es, die Truppenverteilungen so
vorzunehmen, dass die so sich dem Feind annähernden Soldaten
möglichst vor dem Beschuss des Gegners geschützt
sind. Gewünscht hierbei ist außerdem, dass die
Truppenverschiebungen so vonstatten gehen, dass der Gegner
sie möglichst nicht bemerkt, bevor das Feuer eröffnet
wird. Zu den Gräben gehören auch gestapelte Sandsäcke
und ab 1873 auch Stacheldrahtverhaue (Spanischer Reiter).
Das Hauptziel einer solchen Annäherung in einem Stellungskrieg
an den Feind ist, einen taktischen Vorteil zu erzielen.





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